Rettet die Bienen! Daxberger Farbkleckse besuchen den Imkerverein mit seinen Bienen.

Nicht nur die Erwachsenen in Bayern können durch ein Volksbegeheren die Notwendigkeit der Bienen, bekunden – auch schon unsere jüngsten Erdenbewohner teilen dieses Wissen. Die Kinder des Kindergarten Farbklecks Daxberg haben in der letzten Woche sehr viel über Bienen gelernt, Bienen gebastelt,…

Nicht nur die Erwachsenen in Bayern können durch ein Volksbegeheren die Notwendigkeit der Bienen, bekunden – auch schon unsere jüngsten Erdenbewohner teilen dieses Wissen.
Die Kinder des Kindergarten Farbklecks Daxberg haben in der letzten Woche sehr viel über Bienen gelernt, Bienen gebastelt, das Märchen von der Bienenkönigin gehört und natürlich das albekannte Lied „sum, sum, sum..“ gesungen.
Den Abschluss der „Bienenwoche“ krönte unser Besuch beim Imkerverein in Daxberg.
Hier wurden wir von Florian Gehringer und Werner Schielke herzlich begrüßt. Alles war schon wunderbar vorbereitet.Viele Imkerutensilien standen auf dem Tisch, wodurch die Neugierde der Kinder geweckt wurde.
Selbst die jüngsten Kinder hörten gebannt und aufmerksam den Erzählungen von Florian Gehringer zu..
Florian hat die Kinder super in das Lehrgespräch miteinbezogen, jedes Kind durfte sich einen Gegenstand aussuchen, der dann ausführlich und kindgerecht erklärt wurde.
Mit allen Sinnen….Riechen z.B. das Nelkenöl – zur Abwehr der Bienen, der Smoker…aber auch die Honigwaben strömten einen unverkennbaren Duft aus.
Aber auch das Fühlen….die Hanfspäne für denSmoker, der Wachskuchen uvm.
Das Sehen…hier war der Blick in den Schaukasten faszinierend. Wer findet die Bienenkönigin? Was machen die Arbeiterinnen? Wo sind die Eier und Larven?
Und zu guter Letzt durfte das Schmecken nicht fehlen….zuerst gab es Blütenpollen zum probieren…erinnert schon ein bisschen an Honig…aber dann wurden alle Gäste mit leckeren Honigbrötchen verwöhnt.
Der traditionelle Ausflug ins „Bienenhaus“ ist immer wieder eine Bereicherung für uns alle.
Die Kinder werden sensibilisiert für die Schönheit und Einzigartigkeit unserer Heimat und lernen somit auch den wertschätzenden Umgang mit der Natur und entwickeln schon sehr früh ein kindliches Umweltbewusstsein.
Vielen herzlichen Dank für diesen einzigartigen Vormittag…..wir kommen gerne wieder!

 

Wechselhaftes Wetter sorgt für hungrige Bienen

Das wechselhafte Wetter der vergangenen Wochen erschwert das Leben der Bienen in weiten Teilen der Region deutlich. Nachdem die Obstbäume und der Raps lange verblüht sind, entsteht an vielen Orten im Landkreis Aschaffenburg eine Trachtlücke. In den Wochen danach schwindet das Nahrungsangebot der Bienen gewaltig. Der Nektareintrag geht deutlich zurück und in vielen Fällen beginnen die Bienen vom bereits eingetragenen Honig zu zehren.

In diesem Jahr traf es die Bienen und damit auch die Imker besonders heftig. Durch das verregnete und wechselhafte Wetter in den letzten Wochen, hatten die Bienen extreme Schwierigkeiten den Nahrungsbedarf zu decken. Zur ausbleibenden Tracht wurden die Lauspopulationen durch die Starkregen so stark dezimiert, dass auch eine Waldtracht weitestgehend ausbleibt. Über diesen langen Zeitraum des ungewöhnlich wechselhaften Sommers, verbrauchten besonders die starken Bienenvölker ihren gesamten Vorrat und mussten durch die Imker bereits zugefüttert werden. Nach einer guten Ernte im frühen Sommer, halten die Imker am Ende der Saison nur wenig gefüllte Honigtöpfe in den Händen.

Der Imkerverein Mömbris möchte in diesem Jahr abermals mit der Aussaat einer mehrjährigen Bienenweide auf die schwierige Situation der Bienen hinweisen und wirbt bei Gartenbesitzern und Landwirten gleichermaßen für eine bunte Wiese mit einem vielfältigen Angebot für Bienen, Hummeln und andere wichtige Insekten. Die Fläche in direkter Nachbarschaft zum Daxberger Friedhof wurde von Bürgermeister Felix Wissel vom Markt Mömbris kostenfrei zur Verfügung gestellt und wird von den Mömbriser Imkern mit Fleiß bewirtschaftet.

Weitere Information erhalten Gärtner und Imker auf der Internetseite www.imker-moembris.de oder bei den sonntäglichen Jungimkerschulungen am Lehrbienenstand in Mömbrix-Daxberg. Die Termine hierfür sind ebenfalls auf der Internetseite ersichtlich.

Ein Ausflug in die Welt der Bienen

Der Kindergarten aus Daxberg und Schimborn besuchen die örtlichen Imker an Ihrem Lehrbienenstand.

Traditionell besuchen die Kindergärten aus dem Markt Mömbris den lokalen Imkerverein um die Bienen und den Honig besser kennenzulernen. In einer Zeit in der Landwirte immer öfter aufgeben müssen und unsere Kinder die Lebensmittel in Plastikverpackungen und nicht mehr in ihrer Urform kennen, ist die Früherziehung in diesem Bereich ein besonderes Anliegen des Imkervereins Mömbris.

Die Kinder vom Farbklecks trotzten dem wechselnden Wetter und unternahmen auch bei Regen eine kleine Wanderung zum Lehrbienenstand. Die Kinder aus Schimborn wurden auf Grund der längeren Wegstrecke mit dem Auto gebracht.
Nach einem herzlichen Empfang, stärkten sich die Kinder mit leckerem Bienenhonigbrötchen.
Anschließend erzählten Werner Schielke und Florian Gehringer (beide Vorsitzende des Imkervereins Mömbris) in sehr kindgerechter Weise, alles über die Welt der Bienen und die Herstellung von goldgelbem Honig. Die kleinen Gäste lernten unter anderem die Arbeit eines Imkers und die Werkzeuge die er dabei verwendet kennen. Fühlen, Schmecken, Riechen, Anfassen und Ausprobieren war unbedingt erwünscht. Dabei konnten die Kinder unter anderem den Imkerhut aufsetzen, echte Bienenwaben und Bienenwachs in der Hand halten und die Bienenkönigin im Schaukasten suchen. Auch der Duft der glimmenden Holzspähne aus dem Smoker hinterliessen bleibende Eindrücke. Natürlich durfte nach einem Blick in den Schaukasten auch das Öffnen eines Wirtschaftsvolkes, also einem großen Volk das zum Honigernte eingesetz wird, nicht fehlen. Die mutigen Kinder konnten dabei das wilde, aber trotzdem sehr geordnete Treiben des Bienenvolkes hautnah erleben.

Die interessierten Fragen der Kinder, wie z.B. „…wo lebt die kleine Biene?“, „…sind Bienen gefährlich?“, „…wie heißen die Männchen und die Weibchen?“ zeigten, dass unsere Kinder einen unverfälschten Blick auf Bienen uns unsere Umwelt genießen. Es gilt die Neugierde gleichermaßen zu stillen und weiter zu fördern um auch in Zukunft – nicht nur im Kahlgrund – den Blick für eine ausgewogene Landschaft zu gewährleisten und unsere Umwelt in Verlängerung dessen zu schützen.

Einführung in die Imkerei

Am Sonntag, den 10. April führte einer unserer beiden Bienenfachwarte in Person von Ben Kahle gut 50 Einsteiger durchs Bienenjahr. Die Jungimker oder solche die es noch werden wollen, konnten einen Eindruck gewinnen wie ein Einstieg in die Imkerei am besten gelingt und welche Arbeiten zu welchem Zeitpunkt von Nöten ist.

Der kalendarische Anfang eines jeden Jahres ist für die Imker eine eher ruhige Zeit. Die kommende Saison kann in aller Ruhe geplant und das Material entsprechend vorbereitet werden. Dabei werden nicht nur die Bienenbeuten in Stand gesetzt, sondern auch die Rähmchen gereinigt und mit Mittelwänden bestückt. Das ausgeschmolzene Wachs kann von Fachbetrieben zu neuen Mittelwänden umgearbeitet werden. In diesem Jahresabschnitt finden für Imker viele Schulungen und Vorträge veranstaltet, die es oftmals lohnen besucht zu werden um einen Blick über den Tellerrand zu gewinnen. Die Bienen selbst blicken nur selten aus Ihren Behausungen und halten eine strenge Winterruhe. Die Imker versuchen Ihre Neugierde mit vereinzelten Standkontrollen zu stillen und prüfen ob Wind und Wetter die Bienenbehausungen nicht beschädigt haben.

Mit Beginn des Frühjahrs steigt auch die sichtbare Aktivität der Bienenvölker. Mit den ersten warmen Tagen über 13-15 Grad fliegen die Bienen für Ihren Reinigungsflug aus und entleeren die gefüllte Kotblase – Die Wäsche des Nachbarn könnte an dieser Stelle leiden und zum Politikum werden. Neuimker sollten daher vorbeugend aufklären und mit einem Glas schmackhaftem Honig die umliegenden Gartennachbarn gnädig stimmen und auf einen kräftig blühenden Garten durch die Bestäubung der Bienen hinweisen. Die Brutaktivität der Königin steigt nun merklich an und durch das Absterben der Altbienen und der Geburt der Jungbienen ist die Durchlenzung in vollem Gange. Die Bienen finden immer mehr Pollen und sammeln diesen eifrig für die Aufzucht der jungen Bienen. Der Imker kontrolliert nun ob alle Völker gut durch den Winter gekommen sind. Völker deren Königin zu schaden gekommen ist oder schwache Völker werden aufgelöst oder sofern es möglich ist durch andere Bienen verstärkt.

Im weiteren Jahresverlauf können die Bienen auch immer mehr Nektar sammeln. Die anstehende Blüte der Kirsche ist ein Anhaltspunkt den Bienen die Honigräume aufzusetzen. Neben den Kirschen beginnt auch der Raps und einige Zeit darauf viele weitere Obstbäume zu blühen. Unsere Natur bietet den Bienenvölkern nun einen breiten Gabentisch. Speziell im Kahlgrund ist durch eine weitestgehend kleinteilige Landwirtschaft ohne großen Pestizideinsatz eine gutes Nahrungsangebot für Bienen zu finden. Für den Imker startet damit eine der intensiven Phasen im Imkerjahr. Die aufstrebenden Bienenvölker gehen dem natürlichen Drang zum schwärmen nach. Der Imker versucht die Schwarmlust zu durch Anpassung der Bienenbehausung durch Raumgabe und ein Brechen der Schwarmzellen zu verhindern. Zum einen möchte er doch starke Bienenvölker und zum anderen möchte er die Teilung der Völker durch gezielte Königinnenzucht und Ableger-/Jungvolkbildung nach seinen Wünschen zu optimieren und zu kontrollieren. Darüber steht eine der dankbarsten und freudigsten Aufgaben an. Haben Natur und Bienen harmoniert, kann der erste Blütenhonig geerntet werden. Blütenhonige sind eher hell und oftmals sehr cremig. Volle Honigtöpfe zeigen nicht nur, dass das Bienenvolk gesund und stark ist, sondern eine gute Völkerführung durch den Imker.

Nach der Obstblüte herrscht in unserem Gebiet oftmals eine Trachtlücke bis zur einsetzenden Waldtracht. Waldhonige sind dunkel und zähflüssig und im Geschmack etwas rauher und intensiver als Blütenhonige. Mit dem Abschleudern der Waldhonige beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Varroamilbe konnte sich in den großen Brutfeldern der Bienen kräftig vermehren. Das erfordert wichtige Eingriffe des Imkers. Mittels organischen Säuren, die auch in der freien Natur vorhanden sind, versucht der Imker den Bienen unter die Arme zu greifen die Milbenlast zu dämpfen um eine gesunde Aufzucht der Winterbienen zu ermöglichen. Unterstützt man die Bienen in der Bekämpfung der Varroamilbe nicht,  schädigen die Milben die junge Brut so stark, dass viele Bienen verkrüppelt geboren werden und ihren angedachten Aufgaben nicht nachkommen können. Das Volk droht zu kollabieren und in seiner Gesamtheit abzusterben. Desweiteren ist die Varroamilbung auch für die Verbreitung verschiedenster Krankheitserreger verantwortlich, die für die betroffenen Bienenvölker eine existenzielle Gefahr darstellen. Aktuell sind abgeschwärmte Bienen, die sich in der freien Natur eine Behausung suchen, oftmals nicht lange überlebensfähig, da sie der Varroamilbe keinen Einhalt gebieten können. Die Bienezucht versucht seit geraumer Zeit Bienen zu züchten die sich deutlich stärker gegen Varroen wehren können, allerdings ist der Durchbruch trotz erwiesener Erfolge in der Breite noch nicht geschafft.

Zum gleichen Zeitraum beginnt der Imker seine Völker mit Futtergaben für den Winter vorzubereiten und den entnommenen Honig auszugleichen. Die Bienen stürzen sich bei ausbleibendem Nahrungsangebot in der Natur dankbar auf das Zuckersirup. In vielen Fällen ermöglicht es den Bienen eine gesündere Überwinterung, da das eingebrachte Futter im Vergleich zu dunklen Honigen von den Bienen leichter verdaut werden kann. Hat der Imker bis dahin keine Fehler gemacht, bleibt ihm über den gesamten Winter bis zu einer Restentmilbung im Dezember nur die Möglichkeit zu hoffen und bangen, dass seine Bienen bis zum zarten Frühling überleben und vereinzelt wärmere Tage für kleinere Ausflüge nutzen.

Im Anschluss an die theoretischen Erklärungen konnten sich die Teilnehmer am Lehrbienenstand auch in der Praxis ein Bild von den Bienen machen und an den geöffneten Beuten die Bienenvölker bestaunen und weitere Fragen zu stellen.

Für alle Mitglieder von Imkervereinen und interessierten Jungimkern (oder solche die es werden wollen) veranstaltet der Imkerverein Mömbris ab sofort an jedem letztem Freitag im Monat  (Nächster Termin: 29. April ab 19:00 Uhr) einen Imkerfachgespräch im Vereinsheim am Lehrbienenstand in der Vikarstraße in Mömbris-Daxberg. Bei gemütlichem Beisammensein können systemübergreifend Methoden und Tricks besprochen werden. Darüberhinaus werden sonntags im Zweiwochenrhythmus (Nächster Termin: 17. April ab 10:00 Uhr) die praktischen Schulungen am Lehrbienenstand angeboten. Informationen erhalten Sie auf unserer Website unter www.imker-moembris.de

 

„Immenser Kraftakt“: Bürgermeister würdigt Fleiß der Imker (Main Echo)

Segnung: Mömbriser Verein stolz auf neues Domizil mit Lehrbienenstand in Daxberg – Wärmedämmung und Holzverschalung fehlen noch.

Mömbris-Daxberg. Es ist vollbracht: Das Vereinsheim mit Lehrbienenstand des Mömbriser Imkervereins wurde am Sonntag gesegnet. Und das gewissermaßen gleich doppelt, denn während Kaplan Mariusz Kowalski das Innere mit Weihwasser besprengte, öffnete Petrus draußen alle Regenschleusen.

Geschnitzes Ambrosius-Bild
„Gib, dass dieses Gebäude und alles, was hier geschieht, zum Wohl für die ganze Gemeinschaft wird“, führte der Kaplan in seinen Gebeten aus. Insbesondere segnete er das Bild des Heiligen Ambrosius. Manfred Schuck aus Königshofen hat das Bild des Imkerschutzpatrons geschnitzt.

Ernst Krebs, der den Mömbriser Imkerverein seit 25 Jahren als Vorsitzender führt, erinnert in seiner Festansprache daran, dass der Imkerverein „ein schönes Stück über 100 Jahre alt“ sei, auch wenn sich diese Vermutung auf andere Urkunden als ein schriftliches Gündungsdatum stützen müsse.

In diesen Jahrzehnten hätten die Imker immer wieder Probleme bewältigen müssen. Als Beispiele nannte Krebs das Bienensterben im Krieg, weil der Zucker zum Füttern fehlte, und die aktuell aktive Varroamilbe. Ein beständiges Problem seien Pflanzenschutzmittel: „Wir dürfen nicht einfach den Landwirten den Schwarzen Peter zuspielen. Aber wir bitten alle, solche Mittel so wenig wie möglich einzusetzen“, sagte er. Abschließend würdigte Krebs die Mitglieder für den Bau des Vereinsheims. Das Engagement sei weiterhin wichtig: Außen fehlen noch die Isolierung und die Holzverschalung.

Geld von der Gemeinde
„Ein Vereinsheim fertigzustellen ist immer ein großer Erfolg. Vor allem, wenn es ein solch immenser Kraftakt war, wie in diesem Fall“, gratulierte Bürgermeister Felix Wissel zur Fertigstellung.
Ohne aktive Vereine wäre das kulturelle Leben sehr viel ärmer, sagte Wissel und erinnerte daran, dass die Marktgemeinde Mömbris das Projekt des Imkervereins mit 5000 Euro unterstütze; ein kleinerer Betrag stehe noch für die Wärmedämmung bereit.

Lob vom Kreisverband
Helmut Fieger, Vorsitzender des Kreisverbands der Imker Aschaffenburg, schloss sich den Glückwünschen zu „diesem gelungenen und zweckmäßigen Lehrbienenstand“ an. Besonders hob er Ernst Krebs hervor, der bei diesem Projekt Weitsicht bewiesen habe. Trotz der schlechten Rahmenbedingungen hoffte Fieger, dass noch viele jungen Mitglieder gewonnen werden könnten. Auch Helmut Heeg vom befreundeten Imkerverein Goldbach gratuliert den Mömbriser Imkern zu ihrem Werk. mst
Bild: Kaplan Mariusz Kowalski (stehend, mit Buch in der Hand) segnete am Sonntagnachmittag das in Eigenregie errichtete Vereinsheim des Imkervereins Mömbris in Daxberg. Foto: Marion Stahl

Ein Heim für die Mömbriser Imker (Main Echo)

Vereinsbauprojekt: Bau in Daxberg nach vier Jahren weitgehend fertig – Einweihungsfeier am Sonntagnachmittag

Mömbris-Daxberg. Vor nunmehr vier Jahren begann der Imkerverein Mömbris mit den Bauarbeiten für sein Vereinsheim am Lehrbienenstand in Daxberg. Ganz fertig ist das Gebäude hinter dem Bauhof zwar noch nicht, dennoch wird es bei einer Einweihungsfeier am Sonntag von Kaplan Mariusz Kowalski gesegnet.

Ein Vereinsheim wollten die Imker schon immer bauen, doch erst als der Verein im Jahr 2003 den unterfränkischen Imkertag im Mömbriser Ivo.Zeiger-Haus ausrichtete, reichten die Finanzen. Und nachdem mit Hilfe der Gemeinde eine geeignete Fläche gefunden war, ging es los. Mit Ausnahme weniger Arbeiten, bei denen Fachkenntnisse notwendig waren, wurde alles in Eigenregie erledigt.

500 Bienenvölker
Außerdem haben die Mitglieder, aktuell sind es mit 55 rund 500 Bienenvölkern, zinslose Darlehen zur Verfügung gestellt. „Das waren bei jedem zwischen 50 und 1000 Euro“, erklärt Werner Schielke, einer von drei gleichberechtigten Vorsitzenden des Vereins. Manche Beiträge wurden gespendet, viele seien bereits wieder zurückgezahlt.

Der Sängerkreis Daxberg, der im Heim der Bienenfreunde proben durfte, überließ dem Imkerverein bei der eigenen Vereinsauflösung (wir berichteten) die Küche, und eine Brauerei in Wiesen bot passendes Mobiliar und gute Konditionen.

So ist nun der Innenbereich bis auf ein paar Lampen fertig und außen wurde bereits ein kleiner Garten angelegt. Als nächstes sollen die Terrasse überdacht werden, damit Gäste bei Vereinsfesten und sonstigen Veranstaltungen auch draußen im Trpckenen sitzen. Später werden noch die Außenwände verputzt. „Das machen wir Schritt für Schritt, immer wenn Geld vorhanden ist. Der Verein ist schuldenfrei und das soll auch so bleiben“, so Schielke weiter. Das Einweihungsfest mit Kaffe und Kuchen sowie einem Grillnachmittag beginnt am Sonntag um 13 Uhr (Segnung ist um 13.30 Uhr). Marion Stahl

 

Bild: Schritt für Schritt kommt der Imkerverein Mömbris mit seinem Heim in Daxberg voran. Darüber freuen sich auch Vorsitzender Werner Schielke (rechts) und die Mitglieder Ernst Krebs und Renate Stenger. Rechtzeitig zur Einweihung am Sonntag ist der Innenbereich fertig, den unter anderem ein Bild des Heiligen Ambrosius ziert, Schutzpatron der Bienen und Imker. (Foto: Marion Stahl)